Was ist Estrich

Estrich, fugenloser Rohbodenbelag in Gebäuden aus einer nach dem Auftragen erhärtenden Masse.Je nach Verwendungszweck des Raumes gibt es Estriche aus verschiedenen Materialien.

Die wichtigsten Arten sind:

Gipsestriche, die direkt als Boden oder als Unterböden für Linoleum, Gummi oder Ähnliches benutzt werden können. Steinholzestriche als Fußböden zweischichtig oder als Unterböden einschichtig für Beläge wie Parkettböden. Zementestriche, Terrazzo und Hartbetonestriche für starke Beanspruchung

Im Wohnbereich wird in der Regel ein so genannter schwimmender Estrich „verlegt“, bei dem es sich um eine Fußbodenkonstruktion auf weich federnder Dämmschicht handelt, die den Trittschall- und den Luftschallschutz verbessert. Besonders wichtig dabei ist, dass eine Dämmschicht ringsum an den Wänden hochgeführt wird, um zu verhindern, dass der Trittschall über den Boden auf die angrenzenden Wände übertragen wird.Bei der Herstellung des Estrichs werden Unebenheiten der Rohdecke zuerst mit einer Schüttung aus trockenem Sand oder mit einer anderen Ausgleichsmasse nivelliert, ehe sie mit einer Dämmschicht fugenlos belegt wird.

 

In Feuchträumen und in Erdgeschosszimmern ist es zweckmäßig, auf die Rohdecke eine zusätzliche Feuchtigkeitssperre aus Kunststoff aufzulegen. Um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern, wird die Dämmschicht anschließend mit Bitumen- oder Ölpapier, Pappe oder Kunststofffolie bedeckt und an den Wänden mit aufrecht stehenden Dämmstoffstreifen begrenzt. Zuletzt wird der Estrich aus Beton, Gips, Anhydrit* (einer besonderen Art von Calciumsulfat), Steinholz oder Asphalt aufgebracht, verdichtet, abgezogen und geglättet.

 

Betonestriche müssen durch Auflegen von Kunststofffolien oder mit Hilfe nasser Holzspäne feucht gehalten werden, um Schwundrisse vor Beendigung der Abbindzeit zu verhindern. Nach dem Erhärten werden die überstehenden Randstreifen abgeschnitten. Der endgültige Gehbelag darf erst nach vollständiger Durchtrocknung auf dem Estrich verlegt werden.

 

 

 

*Anhydride (griechisch an: nicht, hydor: Wasser), chemische Stoffklasse, die formell aus Säuren durch Abspaltung von Wasser hervorgeht. Der Begriff Anhydrid wird im engeren Sinne nur für Kondensationsprodukte von organischen Säuren (Karbonsäuren) verwendet. Die Anhydride der anorganischen Säuren gehören zur Stoffklasse der Oxide. So ist z. B. Schwefeltrioxid das Anhydrid der Schwefelsäure