Verlegearten

Estrich auf Dämmschicht – schwimmender Estrich

Bei einem schwimmenden Estrich liegt die Estrichplatte auf Wärme- bzw. Trittschalldämmung. Die Dämmstoffe gibt es in unterschiedlichen Qualitäten und für unterschiedliche Einsatzgebiete. Da Schallbrücken verhindert werden sollten, ist es nötig dass an keiner Stelle eine Verbindung des Estrichs mit dem Rohboden, der Wand oder vorhandenen Installationen besteht. Die Dämmschicht wird im Verbund verlegt und ist rundherum mit einem Randdämmstreifen zu versehen. Außerdem muss vollflächig verlegt werden.
Diese Verlegeart bietet eine besonders gute Wärme- und Trittschalldämung und ist daher speziell für den Wohnungsbau sehr geeignet.
Bei der Aufbauhöhe des Estriches empfiehlt sich eine Mindeststärke des Estriches von 50 mm, wobei diese in Abhängigkeit der Dämmstärke gewählt werden sollte, in Sonderfällen kann diese jedoch mit speziellen Produkten reduziert werden.

 

Estrich auf Trennlage

Bei einem Estrich auf Trennlage besteht zwischen der Estrichplatte und dem darunterliegenden Boden kein kraftschlüssiger Verbund, d.h. die Platte kann sich unabhängig vom Untergrund bewegen. Diese Einbauart ist besonders für Bereiche geeignet, in denen keine schalltechnischen Anforderungen gestellt werden und nur geringe Lasteinwirkung nötig ist. Die Estrichplatte sollte dabei je nach Nutzung eine Mindeststärke von 35 mm haben.

 

Heizestrich

Heizestriche sind beheizbare Estriche. Sie werden normalerweise auf einer Dämmschicht eingebaut, auf der zusätzlich die Fußbodenheizung verläuft. Diese ist vor dem Einbringen vom Heizungsbauer komplett einzubauen, mit Wasser zu füllen und abzudrücken. Nach frühestens 21 b.z.w 7 Tagen kann dann mit dem Aufheizen begonnen werden. Der Aufbau über dem Rohr sollte mindestens 45 mm betragen, kann jedoch mit Spez. Produkten reduziert werden.

 

Leichtestrich

Der Leichtestrich eignet sich ideal für Altbausierungen wo es teilweise starke Aufbauten gibt, aber auch gleichzeitig Statikprobleme.
Auf diesen Leichtestrich der sowohl extreme Höhen aufbauen kann und gleichzeitig sehr leicht ist, kann im Anschluss entweder ein dünner konventioneller Estrich oder aber auch ein Trockenestrich aufgebaut werden. Was dies sein könnte steht in Abhängigkeit der Nutzung und der o. g. Statik.

 

Trockenestrichsysteme

Trockenestrichsysteme eignen sich für niedrige Aufbauten, geringe zur Verfügung stehennde Einbaugewichte und für kurze Verlegezeiten. Auch hier gibt es wie bei allen Estirchgüten unterschiedliche Festigkeitsklassen und unterschiedliche Einsatzgebiete